Verbraucherinformation zu Probiotika und Präbiotika sowie deren Bedeutung für die Darmgesundheit

Eine Informationsplattform der
Deutschen Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom e.V.

Wussten Sie schon?

Wie viele Mikroorganismen befinden sich Schätzungen zufolge im Dickdarm?

Makronährstoffe

Nährstoffe, die mit der täglichen Ernährung in Mengen von bis zu mehreren hundert Gramm aufgenommen werden, werden als Makronährstoffe bezeichnet. Kohlenhydrate, Proteine und Fette gehören zu dieser Nährstoffgruppe. Sie dienen dem Körper hauptsächlich als Energielieferanten. Ein kleiner Teil der in ihnen enthaltenen Bausteine, die sogenannten essentiellen Aminosäuren und Fettsäuren sind für den Mensch unentbehrlich und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Kohlenhydrate und Ballaststoffe

Mehr als 50% des täglichen Energiebedarfs sollte über die Aufnahme von Kohlenhydraten erfolgen. Da stärkehaltige und ballaststoffreiche Nahrungsmittel (wie Vollkornprodukte, Haferflocken) viele sekundäre Pflanzenstoffe und Mikronährstoffe enthalten, sollten diese bevorzugt als Kohlenhydratlieferanten dienen.

Unter dem Begriff Ballaststoffe (Nahrungsfasern) werden die für den Menschen unverdaulichen Strukturbestandteile von Pflanzen, wie z.B. Zellulose, Hemicellulose, Pektin, Oligosaccharide und Lingnin, zusammengefasst. Sie können von den körpereigenen Enzymen des Magendarmtraktes nicht abgebaut werden und erreichen daher den Dickdarm in intakter Struktur. Obwohl Ballaststoffe nicht aufgenommen werden können, ist ihre ausreichende und regelmäßige Zufuhr über die Nahrung unerlässlich, da sie für verschiedene gesundheitsfördernde Prozesse wie die Steigerung der Darmbeweglichkeit (Darmmotilität), die Wirkung gegen Verstopfung (Obstipation), die Senkung des Cholesterinspiegels sowie die Regulation des Blutzuckerspiegels von Bedeutung sind. Als Richtwert für die Ballaststoffaufnahme empfiehlt die DGE eine Menge von mindestens 30 g pro Tag.

 

Proteine (Eiweiß)

Durch die Aufnahme von Nahrungspoteinen wird der Körper mit Aminosäuren und weiteren Stickstoff-Verbindungen versorgt, die dem Aufbau von körpereigenen Proteinen (v.a. Muskeln) dienen. Die DGE empfiehlt einem gesunden Erwachsenen eine tägliche Aufnahme von 0,8 g pro kg Körpergewicht. Bei einer ausgewogenen Ernährung, bei der sowohl pflanzliche (z.B. aus Bohnen und anderen Hülsenfrüchten) als auch tierische Proteine (z.B. Fleisch, Milchprodukte) aufgenommen werden, wird dieser Wert in aller Regel leicht erreicht. Die zusätzliche Aufnahme von Eiweiß in Form von speziellen Shakes oder Riegeln ist somit meist überflüssig.

Fette

Nahrungsfette sind wichtige Energielieferanten. Ihr Brennwert ist mehr als doppelt so hoch wie der der Kohlenhydrate und Proteine. Personen mit leichter bis mittelschwerer körperlicher Aktivität sollten nicht mehr als 30% ihrer Energie in Form von Fetten zuführen. Allerdings ist nicht nur die Gesamtfettaufnahme für eine ausgewogenen Ernährung entscheidend, sondern auch der Anteil gesättigter, einfach ungesättigter und mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Der Anteil langkettiger gesättigter Fettsäuren (in tierischen Fetten, z.B. Schmalz oder Butter) sollte maximal ein Drittel der als Fett zugeführten Energie betragen, ca. 7-10% der Nahrungsenergie sollte mit Hilfe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (in pflanzlichen Ölen wie z.B. Lein- oder Rapsöl) aufgenommen werden.

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