Verbraucherinformation zu Probiotika und Präbiotika sowie deren Bedeutung für die Darmgesundheit

Eine Informationsplattform der
Deutschen Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom e.V.

Das 20. Jahrhundert: Der Immunologe und Nobelpreisträger Metschnikow als Begründer des probiotischen Gedankens

Vor rund 100 Jahren stellte der russische Nobelpreisträger Ilja Metchnikoff die These auf, dass Milchsäurebakterien unerwünschte Fäulnisvorgänge im Darm hemmen und entwickelte ein Konzept, nach dem Darmerkrankungen mit Veränderungen der Zusammensetzung der Darmflora zusammenhängen. Grundlage seiner Hypothese war die Langlebigkeit der bulgarischen Hirten und Bauern, die einen hohen Anteil an fermentierten Milchprodukten zu sich nahmen.

In seiner 1908 erschienenen Publikation „The Prolongation of Life“ beschäftigt sich Metschnikoff in einem Kapitel mit der Möglichkeit, Milchsäurebakterien vorbeugend einzusetzen, um den Einfluss von schädlichen Darmbakterien und ihre Fäulnisprozesse im menschlichen Darm zu hemmen, um so mithilfe von Laktobazillen den Gesundheitsstatus des Menschen zu verbessern.  Metschnikoff war somit der erste Wissenschaftler, der den therapeutischen Nutzen und die positiven Effekte von Milchsäurebakterien in die wissenschaftliche Diskussion einbrachte. Aber er war nicht der Einzige ...

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